Hund und Fuchs
Nach der Kubakrise richteten USA und UdSSR einen heißen Draht ein. Um zu prüfen, ob die Leitung noch steht, ohne eine Nachricht zu senden, brauchte es einen besonderen Testsatz: „The quick brown fox jumps over the lazy dog's back."
Nach der fast eskalierten Kubakrise 1962 richteten die USA und die UdSSR einen heißen Draht ein, also eine ständige Kommunikationsverbindung zwischen den Großmächten. In Zeiten einer Krise konnte so schnell zwischen den Großmächten kommuniziert werden.
Was jedoch, wenn keine Krise war und die Verbindung nur selten genutzt wurde? Ist die Verbindung noch intakt? Ist die Gegenstelle noch besetzt?
Man stelle sich mal folgendes Szenario vor: Eine der Großmächte startet ein eigentlich harmloses militärisches Großmanöver, zu dem Zeitpunkt, an dem der heiße Draht in seiner Funktion gestört ist und dies noch nicht bemerkt wurde. Die andere Großmacht bemerkt das Großmanöver und möchte nachfragen, was es damit auf sich hat, bekommt aber aufgrund der Störung keine Antwort und geht dann wohl vom Schlimmsten aus.
Heutzutage ist das kaum noch denkbar, aber in Zeiten ohne Tiefseekabel und Satellitenverbindungen hat es mehrere Stunden, wenn nicht Tage gedauert, um Nachrichten von Washington nach Moskau zu transportieren. Genug Zeit, um eine Krise eskalieren zu lassen.
Genau um dieses Szenario zu verhindern, gab es einen Testsatz mit besonderen Eigenschaften, um die Verbindung zu prüfen:
The quick brown fox jumps over the lazy dog’s back
Wer wissen möchte, was an diesem Satz so besonders ist, kann das bei einestages im Spiegel nachlesen.
Nachtrag von 2026: Der ursprünglich verlinkte Artikel „Der heiße Draht“ ist auf der Spiegel-Seite nicht mehr unter seiner alten Adresse erreichbar, der Link führt heute auf die Übersicht von einestages.
