Statistik zum Amateurfunk
2010 gab es in Deutschland rund 80.000 Amateurfunkzulassungen. Ende 2025 sind es 61.105. Die Gesamtzahl sinkt, aber Einsteigerklassen und Ausbildungsrufzeichen wachsen deutlich.
Ein klein wenig Statistik zum Thema Amateurfunk.
Weltweit gibt es circa 2,8 Millionen Funkamateure. Die meisten Funkamateure kommen aus Japan mit circa 1,2 Millionen. Deutschland kann nach Japan, USA, Thailand und Südkorea die fünftmeisten Funkamateure mit circa 80.000 zugelassenen Lizenzen vorweisen.
Das heißt also, dass circa jeder tausendste Bundesbürger eine Amateurfunklizenz innehat. Wie viele hiervon noch wirklich aktiv sind oder sogar noch basteln, ließ sich leider nicht herausfinden. Zumindest an Technikbeiträgen für die CQ-DL scheint es nicht zu mangeln: Die Wartezeit auf die Veröffentlichung eines Technikbeitrags betrug im Januar 2010 fünf Monate. Wenn bedacht wird, dass wohl nur sehr wenige OMs über ihre Basteleien schreiben, macht das doch Hoffnung.
In DL besitzen 73.000 Funkamateure die Klasse A und circa 7.000 Funkamateure die Einsteigerklasse E. Zusätzlich gibt es ungefähr 1.000 Ausbildungsrufzeichen und 3.000 Clubstationsrufzeichen. Ungefähr die Hälfte der Funkamateure ist in den DARC mit 43.000 Mitgliedern und über 1.000 Ortsverbänden eingetreten.
Quellen von 2010: DARC-Auslandsstatistik über das Internet Archive, ov-k34.de, englischsprachige Wikipedia.
Nachtrag von 2026: was daraus geworden ist
Fünfzehn Jahre später sieht es anders aus. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht ihre Statistik jährlich, hier der Stand zum 31. Dezember 2025 im Vergleich zu den Zahlen von oben:
| Kennzahl | 2010 | Ende 2025 |
|---|---|---|
| Personengebundene Zulassungen | circa 80.000 | 61.105 |
| Klasse A | 73.000 | 51.155 |
| Klasse E | circa 7.000 | 9.133 |
| Klasse N | gab es nicht | 817 |
| Ausbildungsrufzeichen | circa 1.000 | 4.786 |
| Clubstationsrufzeichen | 3.000 | 2.912 |
| Relais und Baken | nicht erfasst | 1.435 |
| Rufzeichen insgesamt | nicht erfasst | 70.238 |
Die Gesamtzahl ist also um rund ein Viertel zurückgegangen, und der Rückgang steckt fast vollständig in der Klasse A. Die Bundesnetzagentur nennt als Gründe die Aufgabe des Hobbys und altersbedingte Todesfälle.
Bemerkenswert ist die Gegenbewegung darunter. Die Klasse E ist gewachsen, von circa 7.000 auf 9.133. Die Ausbildungsrufzeichen haben sich fast verfünffacht, von circa 1.000 auf 4.786. Und seit 2024 gibt es die neue Einsteigerklasse N, für die Ende 2025 bereits 817 Zulassungen vergeben waren.
Auch bei den Prüfungen geht es aufwärts: 2023 waren es 1.578 Teilnehmer, 2024 dann 2.291 und 2025 nochmal 2.261. Insgesamt wurden 2025 genau 2.101 Amateurfunkzeugnisse ausgestellt, 91 mehr als im Vorjahr. Allein 753 Prüflinge bestanden die N-Prüfung, nach 483 im Jahr davor.
Die Prüfungstermine der Bundesnetzagentur sind an vielen Standorten Monate im Voraus ausgebucht. Der Nachwuchs ist also da, es hakt eher an der Kapazität.
Quelle: Bundesnetzagentur, Amateurfunk-Statistik 2025, sowie die Auswertung des AJW-Referats im DARC vom 14. Januar 2026. Die Zahl der DARC-Mitglieder und die weltweiten Zahlen habe ich nicht aktualisiert, dafür fehlt mir eine belastbare Quelle.
