Spannungsverdoppler nach Delon
Die Delonschaltung macht aus einer Wechselspannung die doppelte Gleichspannung, mit zwei Dioden und zwei Kondensatoren. Der Brummanteil ist allerdings erheblich, für Digitalschaltungen braucht es zwingend eine zusätzliche Siebung.

Eckdaten
| Bauteile | 2 Dioden, 2 Kondensatoren |
|---|---|
| Funktion | U₂ = 2 × U₁′ |
| Eingangsgröße | Wechselspannung |
| Aufbau | Lochrasterplatine, bedrahtete Bauteile |
| Einschränkung | hoher Brummanteil |
Ziel
Manchmal braucht man aus einem vorhandenen Trafo mehr Spannung, als die Sekundärwicklung hergibt. Die Delonschaltung löst das mit vier Bauteilen, ohne einen anderen Trafo zu wickeln.
Wie sie funktioniert
Die Schaltung besteht aus vier Bauteilen: zwei Dioden und zwei Kondensatoren. Die Spannung U₁ ist eine Wechselspannung, zum Beispiel die Ausgangsspannung eines Transformators.
Die Diode D1 und der Kondensator C1 bilden einen Einweggleichrichter. D1 lässt nur die positive Halbwelle durch und lädt C1 auf. Die Spannung U₁′ ist damit die einweggleichgerichtete Spannung von U₁.
Zusätzlich bilden die Diode D2 und der Kondensator C2 einen Gleichrichter für die negative Halbwelle. Zwischen dem positiven und dem negativen Zweig entsteht so die doppelte Spannung von U₁′, also U₂ = 2 × U₁′.


Das zweite Schaltbild zeigt dieselbe Schaltung wie zuvor, nur etwas anders gezeichnet und mit Elkos.
Aufbau
Die Schaltung ist recht einfach aufzubauen. Ein kleines Fünf-Minuten-Bastelprojekt für zwischendurch.

Ergebnis
Wie bei normalen Einweggleichrichtern muss auch bei der Delonschaltung besonderer Wert auf die Siebung des Brummanteils gelegt werden. Das ist der Preis dafür, dass jede Diode nur eine Halbwelle nutzt: Zwischen den Ladezeitpunkten liegt eine volle Periode, in der nur der Kondensator die Last trägt.
Für die Verwendung in Digitalschaltungen ist die Spannungsverdopplerschaltung aufgrund der großen Störanteile nicht direkt geeignet. Eine weitere Tiefpassfilterung ist hier dringend anzuraten.
