FreiraumwelleDL8STWLieber Wellen reiten, als Bits schubsen
Ausschnitt einer rauscharmen Verstärkerbaugruppe in Mikrostreifenleitungstechnik

Antennen

Faltbare Dualband-Antenne für 2 m und 70 cm

Eine zusammenklappbare Portabelantenne nach einem Entwurf von PA0FBK, gebaut aus einem in vier Segmente zersägten Leerrohr. Ausgeklappt 1,30 m lang, zusammengelegt 35 cm. Gemessen 25,16 dB Rückflussdämpfung auf 143 MHz und 15,37 dB auf 436 MHz.

Ausgeklappte Antenne, an ein ICOM-Handfunkgerät geschraubt und auf einem Holzboden ausgelegt, deutlich länger als das Gerät selbst

Eckdaten

Bänder2 m und 70 cm
Länge ausgeklapptcirca 1,30 m
Länge zusammengelegt35 cm
Rückflussdämpfung 143 MHz25,16 dB
Rückflussdämpfung 436 MHz15,37 dB
AufbauLeerrohr in vier Segmenten, mit Adapterstücken verbunden · Gummizug im Inneren hält die Segmente zusammen
FußpunktBNC-Buchse in einer Messinghülse
VorlageEntwurf von PA0FBK · Koaxkabel nach dessen Maßangaben zugeschnitten

Ziel

Die Gummiwendel am Handfunkgerät ist ein Kompromiss. Für Portabelbetrieb wollte ich etwas, das deutlich besser abstrahlt, sich aber trotzdem in den Rucksack packen lässt.

Die Grundlage ist ein Entwurf von PA0FBK. Das Koaxkabel habe ich nach dessen Maßangaben zugeschnitten, den mechanischen Aufbau selbst gemacht.

Aufbau

Das Kabel steckt zusammen mit einem Gummizug in einem Leerrohr. Das Rohr habe ich vorher in vier Segmente zersägt und mit Adapterstücken wieder verbunden. Im Fußpunkt sitzt eine BNC-Buchse in einer Messinghülse.

Ausgeklappte Antenne, an ein ICOM-Handfunkgerät geschraubt und auf einem Holzboden ausgelegt, deutlich länger als das Gerät selbst

Ausgeklappt ist die Antenne circa 1,30 m lang. Ein Zug an den Segmenten, der Gummizug gibt nach, und die vier Rohrstücke lassen sich nebeneinander legen. Zusammengeklappt bleiben 35 cm.

Die vier Rohrsegmente im Zickzack nebeneinander gefaltet, an den Verbindungsstellen die schwarzen Adapterstücke, links unten der Fußpunkt mit BNC-Anschluss

Zusammengelegte Antenne neben dem Handfunkgerät, mit einer Schlaufe gebündelt, kaum länger als das Gerät

Messung

Angepasst ist die Antenne auf beide Bänder. Die Messung der Rückflussdämpfung zeigt zwei deutliche Einbrüche: einen scharfen bei 143 MHz mit 25,16 dB und einen breiteren bei 436 MHz mit 15,37 dB.

Messkurve der Rückflussdämpfung über 100 bis 500 MHz mit einem schmalen tiefen Einbruch bei 143 MHz und einem breiteren bei 436 MHz

Praktisch heißt das: Auf 2 m werden gut 99 Prozent der Leistung abgestrahlt, auf 70 cm immer noch rund 97 Prozent. Für eine Portabelantenne aus dem Baumarkt ist das brauchbar.

Ergebnis

Zum Gewinn kann ich nur sagen: Das 2-m-Relais DB0SB kommt mit dieser Antenne circa zwei bis drei S-Stufen stärker herein als mit der Gummiwendel meines Handfunkgeräts IC-E92D. Eine saubere Gewinnmessung habe ich damals nicht gemacht.

Einen Nachteil hat die Antenne allerdings: Sie ist definitiv nicht indoor-geeignet. Man stößt andauernd an die Zimmerdecke.

Messwerte

Rückflussdämpfung, S11 · Bedingungen: Mittenfrequenz 300 MHz, Span 400 MHz, Referenz 0 dB, 10 dB pro Teilung, ZF-Bandbreite 10 kHz, Messung vom 20. April 2009 · Messgeräte: Netzwerkanalysator
FrequenzBandRückflussdämpfung
143 MHz2 m25,16 dB
436 MHz70 cm15,37 dB

Werte von den Markern der Messkurve. Beide Resonanzen liegen im jeweiligen Band, die auf 2 m ist deutlich ausgeprägter.